Charakteristika von Patient:innen mit metastasiertem Mammakarzinom (ER+, HER2-) und positivem ESR1-Mutationstest

Anfrage

Welche klinischen und therapeutischen Charakteristika (z. B. Krankheitsstadium, Therapielinie, Therapiephase) weisen Patient:innen mit fortgeschrittenem metastasierten Mammakarzinom (Östrogenrezeptor-positiv [ER+], Human Epidermal Growth Factor Receptor 2 negativ [HER2-]) auf, bei denen eine ESR1-Mutation mittels Liquid Biopsy (ctDNA) nachgewiesen wurde?

Ergebnisse

Studien

Wir identifizierten zur Fragestellung drei randomisierte kontrollierte Studien (RCT) [1-3] (EMERALD, SERENA-6 und EMBER-3), die bei Patient:innen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom (ER+, HER2-) eine Therapie mit einem selektiven Östrogenrezeptor-Degrader (SERD) der zweiten Generation (Elacestrant, Camizestrant oder Imlunestrant) mit der endokrinen Standardtherapie verglichen. Alle Studien wurden von der Industrie gesponsert und international multizentrisch durchgeführt. Ein RCT war doppelt verblindet und zwei waren nicht verblindet (open-label).

Resultate

Insgesamt wurden 2 143 Patient:innen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom (ER+, HER2-) eingeschlossen. Bei 799 wurde eine ESR1-Mutation mittels Liquid Biopsy nachgewiesen. Alle 2 143 Patient:innen hatten zuvor bereits eine endokrine Therapie erhalten. Die Studien unterscheiden sich in Bezug auf die klinische Ausgangssituation, was sich in den Patientencharakteristika widerspiegelt. In die EMERALD- und EMBER-3-Studie wurden Patientinnen mit fortgeschrittener oder metastasierter Erkrankung mit Krankheitsprogressionen während oder nach einer endokrinen Therapie eingeschlossen. Im Gegensatz dazu hatten die Patienti:nnen der SERENA-6 Studie unter Erstlinientherapie mit Aromatasehemmer plus CDK4/6-Inhibitor eine klinisch und radiologisch stabile Erkrankung. Eingeschlossen wurden in die Studien überwiegend Personen mit leichter körperlicher Einschränkung und einem Eastern Cooperative Oncology Group (ECOG)-Performance-Status von 0 oder 1. Der Nachweis einer ESR1-Mutation war nur in einer Studie Voraussetzung für den Studieneinschluss [2]. Das mittlere Alter reichte von 60 bis 68 Jahren. Die Charakteristika der Patient:innen in den inkludierten RCT, bei denen eine ESR1-Mutation nachgewiesen wurde, sind in Tabelle 3 im Detail beschrieben.

 

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